Workshops
Beschreibung folgt.
Sexarbeit ist ein Thema, das innerhalb und außerhalb der Linken viele Diskussionen auslöst. Auf dem Bundesparteitag 2026 wurden mit den Beschlüssen „Solidarität mit Sexarbeiter*innen" und „Solidarische Antworten auf Ausbeutung in der Sexarbeit" wichtige politische Weichen gestellt – viele der darin enthaltenen Forderungen haben jedoch auch kontroverse Debatten angestoßen.
In diesem Workshop sprechen Sexarbeiter*innen, die an der Erarbeitung der Anträge beteiligt waren, über die Entstehung der Beschlüsse, die politischen Auseinandersetzungen darum und die Fragen, die sich daraus für die weitere Arbeit ergeben.
Ein Gesetzestext von und für Sexarbeiter*innen
Im Workshop werden zunächst die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen erläutert, insbesondere das Prostituiertenschutzgesetz von 2017. Darauf aufbauend wird vorgestellt, welche Punkte der alternative Sexarbeitsgesetzesentwurf (SAG) verändert und verbessert, welche Regelungen kritisch bewertet werden und welche konkreten Forderungen daraus folgen.
Feministische Perspektiven auf Sexarbeit und Arbeitsrealitäten von Sexarbeitenden
Im Workshop setzen wir uns kritisch mit unseren eigenen Bildern, Erzählungen und Vorannahmen über Sexarbeit auseinander: Woher stammen sie? Wem nützen sie? Und wessen Perspektiven fehlen? Gemeinsam analysieren wir, warum strafende oder repressiv gedachte Ansätze – wie das sogenannte Nordische Modell – die Lebensrealitäten von Sexarbeiter*innen verschärfen, Risiken erhöhen und Unsicherheit produzieren, statt Schutz zu bieten.
